KPI

Die Italienische Kommunistische Partei und die deutsche Frage 1947-1973

Die deutsche Frage löste in Italien sowohl in der Politik als auch in der öffentlichen Meinung immer harsche Gegensätze aus. Für die starke und sowjettreue Italienische Kommunistische Partei galt sie als eine der zentralen Problematiken in der europäischen Nachkriegszeit. Dennoch erfuhr die Haltung der italienischen Kommunisten gegenüber der deutschen Frage eine tiefgreifende Entwicklung, die in den gegensätzlichen, paradigmatischen Reaktionen zum Mauerbau und -fall versinnbildlicht sind. Jene Entwicklung, die ihre Wurzeln in der allmählichen Veränderung der deutschlandpolitischen Vorstellungen der italienischen Kommunisten in den 1950er und 1960er Jahren hatte, steht im Zentrum dieses Buches und wird anhand der Analyse deutscher und italienischer Parteiquellen und -presse rekonstruiert.

Das Buch rekonstruiert die lange Geschichte des Verhältnisses zwischen der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) und der deutschen Frage, seit dem kalten Krieg bis zur wachsenden Bedeutung der Ostpolitik; mit der Anerkennung der damaligen DDR durch die Republik Italiens endet das Buch. In dieser langen Geschichte spielte der deutsch-italienische Kulturaustausch nicht selten eine besonders wichtige Funktion; so bietet das Buch auch die Gelegenheit, über diesen Kulturaustausch nicht nur rückblickend, sondern auch in einer gegenwärtigen Perspektive nachzudenken.

Francesco Leone, Jahrgang 1986, studierte Politikwissenschaft an der Universität Rom “La Sapienza”. Seine Promotion erfolgte an der Universität Trier. Derzeit ist er an der Universität Mannheim tätig

Buchvorstellung von Dr. Francesco Leone,  DIG Karlsruhe, am 25. November 2022

Eintritt frei – Spenden erbeten

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